Geschäftsbericht 2010 zurück
Finanzmärkte 2010 im Rückblick
Zinsen
Sowohl die Europäische als auch die Amerikanische Notenbank haben im vergangenen Jahr ihre Leitzinssätze unverändert bei 1,00 % (EZB) bzw. 0 - 0,25 % (FED) belassen. Auch die Schweizerische Nationalbank hat ihr Zielband für den Dreimonats-Libor von 0 - 0,75 % nicht verändert.
Rohstoffe
Die Preisanstiege bei Agrar- und sonstigen Rohstoffen sind in erster Linie auf wetter- und katastrophenbedingte Ernteausfälle sowie den weltweit konjunkturellen Aufschwung zurückzuführen.
Währungen
Die Verschuldungskrise in Europa und die Diskussion über die zunehmenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone haben den Euro gegenüber allen wichtigen Währungen geschwächt. So wurde dann auch der Schweizer Franken unter anderem resultierend aus der Euro-Schwäche mit einem All-Time-High zum Jahresende bewertet.
Börsen
Auch im Jahr 2010 hat sich die Erholung an den internationalen Börsen fortgesetzt. So konnte etwa der ATX (Austrian Trading Index) einen Anstieg um +16,4 %, der DAX (Deutscher Aktienindex) +16,1 % und auch der DJI (Dow Jones Industrial Index) +11,0 % vorweisen.
Allgemeine Entwicklung
2010 war für die meisten Volkswirtschaften ein Jahr der Erholung. Allerdings war die Dynamik in den einzelnen Ländern unterschiedlich und von verschiedenen Wachstumsfaktoren getrieben. In Europa ist eine anhaltende und sich verschärfende Zweiteilung zu beobachten: Während exportstarke und international wettbewerbsfähige Nationen, allen voran Deutschland und auch die skandinavischen Staaten, mit sehr guten Wachstumszahlen aufwarten, ist das Bild in den sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) eher düster. Die ohnehin geringere Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder wird um zusätzliche Belastungsfaktoren wie öffentliche Sparprogramme angereichert.
Von dem sich erstarkenden Konjunkturaufschwung profitierte also vor allem Deutschland und dessen wirtschaftlich eng verbundene Nachbarländer, insbesondere auch Österreich. Auch im „Ländle“ war die wirtschaftliche Erholung deutlich zu spüren, Vorarlberg hat prozentuell die höchste Exportquote Österreichs. So ist der Geschäftsklima-Index, der regelmäßig von der Industriellenvereinigung Vorarlberg erstellt wird, wieder auf einem sehr guten Niveau angelangt. Diese Verbesserung lässt sich Gott sei Dank auch in einem deutlich verbesserten Arbeitsmarkt messen.
Regionale Verantwortung
Obgleich mit der EU ein gemeinsamer Wirtschafts- und Währungsraum gebildet wurde, stellt sich die Lage in Europa höchst unterschiedlich dar. Um ein Europa der Regionen zu gestalten, bedarf es Gemeinsamkeiten, welche kulturell, ethnisch, religiös oder auch
geografisch bedingt sind. Also im Grunde alles Merkmale, die eine Identifizierung für jeden Einzelnen mit dieser Region/diesem Lebensraum ermöglichen. Gerade auch im Zeitalter der Globalisierung ist dies ein wichtiger Aspekt, um sich seiner Wurzeln bewusst zu sein.
Raiffeisen als Genossenschaft mit langer Tradition ist dabei besonders gefordert, in diesem Umfeld unsere regionalen Werte zu erhalten
und zu fördern. Bei regionaler Verantwortung sprechen wir jedoch nicht nur vom Bankgeschäftlichen. So sind sehr viele Raiffeisen-Mitarbeiter auch im privaten Bereich ehrenamtlich tätig, sei es im Sport, in der Kultur oder in vielen Sozialeinrichtungen. Damit sind wir dem zentralen Element des Raiffeisengedankens, nämlich ein verlässlicher Partner zu sein für die Wirtschaft und die Menschen, die hier leben, seit mehr als 120 Jahren treu geblieben.
Bitte entnehmen Sie die detaillierten Ergebnisse unserer Raiffeisenbank für das Geschäftsjahr 2010 unserem Geschäftsbericht (PDF) ![]()



